Sparen im Überblick

Sparen im Überblick und Verstand

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#SparenimHaushalt #Spartricks

Wenn das Einkommen knapp ist, erscheint Sparen oft wie ein Luxus, den sich nur Menschen mit höherem Verdienst leisten können. Tatsächlich ist es jedoch gerade bei einem geringen Einkommen besonders wichtig, bewusst mit Geld umzugehen. Dabei geht es nicht darum, auf alles zu verzichten oder sich das Leben unnötig schwer zu machen. Vielmehr bedeutet Sparen, die vorhandenen Mittel möglichst sinnvoll einzusetzen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Schon kleine Beträge können sich über Monate und Jahre zu einer spürbaren Summe entwickeln. Besonders im Haushalt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Kosten zu senken, ohne die Lebensqualität erheblich einzuschränken.

Die eigenen Finanzen kennen

Ein wichtiger erster Schritt ist der Überblick über die eigenen Finanzen. Viele Menschen wissen zwar ungefähr, wofür sie ihr Geld ausgeben, haben aber keinen genauen Überblick. Deshalb lohnt es sich, sämtliche Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben. Dies kann mit einem Haushaltsbuch, einer Tabellenkalkulation oder einer App erfolgen. Wer seine Ausgaben dokumentiert, erkennt schnell, wo unnötig Geld verloren geht. Oft sind es kleine Beträge für Snacks, spontane Einkäufe oder Abonnements, die sich im Laufe des Monats zu einer überraschend hohen Summe summieren.

Einkaufen mit Überblick

Ein weiterer wichtiger Sparbereich ist der Einkauf von Lebensmitteln. Sie gehören zu den größten Ausgaben im Haushalt. Hier kann man oft deutlich sparen, wenn man gezielt plant. Vor dem Einkauf sollte man eine Einkaufsliste erstellen und sich möglichst daran halten. Wer hungrig einkaufen geht, kauft häufig mehr als nötig. Auch Sonderangebote können hilfreich sein, sofern man nur Produkte kauft, die tatsächlich benötigt werden. Ein Beispiel: Statt jeden Tag spontan einzukaufen, kann man einen Wochenplan erstellen und gezielt die dafür benötigten Lebensmittel kaufen. Dadurch werden Fehlkäufe und Lebensmittelverschwendung reduziert.

Tipp: 

Markenprodukte sind oft deutlich teurer als Eigenmarken der Supermärkte. In vielen Fällen unterscheiden sich Qualität und Geschmack jedoch nur geringfügig. Wer regelmäßig zu günstigeren Alternativen greift, kann pro Monat viel Geld sparen sparen. Beispielsweise kostet ein Markenjoghurt vielleicht 1,20 Euro, während ein vergleichbares Eigenmarkenprodukt nur 0,49 Euro kostet. Bei regelmäßigem Konsum summiert sich dieser Unterschied erheblich.

Abfall vermeiden

Auch das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung ist ein wichtiger Sparfaktor. Viele Haushalte werfen Lebensmittel weg, weil sie zu viel gekauft oder falsch gelagert haben. Reste vom Abendessen können oft am nächsten Tag als Mittagessen genutzt werden. Aus übrig gebliebenem Gemüse lassen sich Suppen oder Aufläufe zubereiten. Wer vorhandene Lebensmittel zuerst verbraucht und neue Einkäufe besser plant, spart Geld und schont gleichzeitig die Umwelt.

Tipp: 

Discounter verkaufen Lebensmittel oft deutlich günstiger, wenn sich das Verfallsdatum nährt. Zugreifen, denn die Qualität leidet nicht und das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt nicht, dass am Tag danach das Lebensmittel ungenießbar ist, sondern oft kann man es Tage später noch verwenden.

Energieverbrauch überprüfen

Im Bereich Energie lassen sich ebenfalls beträchtliche Einsparungen erzielen. Strom, Wasser und Heizung verursachen oft hohe Kosten. Bereits kleine Verhaltensänderungen können die Nebenkosten senken. So sollte man Licht ausschalten, wenn ein Raum nicht genutzt wird. Energiesparlampen oder LED-Leuchten verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Elektrogeräte sollten nicht dauerhaft im Stand-by-Modus laufen. Eine schaltbare Steckdosenleiste hilft dabei, mehrere Geräte gleichzeitig vollständig vom Stromnetz zu trennen.

Beim Heizen kann ebenfalls gespart werden. Bereits eine um ein Grad niedrigere Raumtemperatur reduziert den Energieverbrauch spürbar. Statt dauerhaft die Fenster gekippt zu lassen, sollte man mehrmals täglich kurz und intensiv lüften. Dadurch bleibt die Wärme besser im Raum erhalten. Wer im Winter einen Pullover trägt, kann oft die Heizung etwas niedriger einstellen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Auch beim Wasserverbrauch gibt es Sparmöglichkeiten. Kürzeres Duschen spart sowohl Wasser als auch Energie für die Warmwasserbereitung. Tropfende Wasserhähne sollten schnell repariert werden, da selbst kleine Undichtigkeiten über das Jahr hinweg erhebliche Mengen Wasser verschwenden können.

Verträge und Abos überprüfen

Ein oft unterschätzter Kostenfaktor sind Verträge und Abonnements. Viele Menschen zahlen monatlich für Dienste, die sie kaum nutzen. Dazu gehören Streaming-Abonnements, Zeitschriften, Fitnessstudios oder Zusatzleistungen beim Mobilfunkvertrag. Es lohnt sich, regelmäßig zu prüfen, welche Verträge tatsächlich notwendig sind. Wer beispielsweise drei Streaming-Dienste gleichzeitig nutzt, könnte überlegen, vorübergehend nur einen Dienst zu abonnieren und später zu wechseln. Beim Mobilfunk und Internet können Preisvergleiche ebenfalls zu Einsparungen führen. Häufig gibt es günstigere Tarife mit ähnlichen Leistungen. Ein Wechsel des Anbieters oder eine Vertragsverlängerung nach Verhandlungen kann mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Mit Erspartem Vermögensaufbau betreiben

Wer im Haushalt regelmäßig Geld spart, kann dieses Geld zum langfristigen Vermögensaufzubau nutzen. Dabei muss es nicht um große Summen gehen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Bereits kleine Beträge können über viele Jahre durch Zinsen und Renditen deutlich anwachsen.

Beispiel:

Nehmen wir an, jemand schafft es durch bewusstes Haushalten, monatlich 50 Euro einzusparen:

15 Euro durch günstigeren Lebensmitteleinkauf

10 Euro durch geringeren Stromverbrauch

10 Euro durch das Kündigen eines ungenutzten Abonnements

15 Euro durch weniger spontane Ausgaben

Diese 50 Euro werden nicht einfach auf dem Girokonto liegen gelassen, sondern könnten jeden Monat etwa in einen breit gestreuten ETF-Sparplan* investiert. ETFs (Exchange Traded Funds) bilden einen Aktienindex nach und gelten bei langfristigem Anlagehorizont als eine vergleichsweise einfache und kostengünstige Form des Vermögensaufbaus.

Entwicklung über die Zeit:

Angenommen, die durchschnittliche jährliche Rendite beträgt langfristig etwa 6 %.

50 Euro monatlich über 10 Jahre: Eingezahlt: 6.000 Euro

Vermögen: etwa 8.200 Euro

50 Euro monatlich über 20 Jahre: Eingezahlt: 12.000 Euro

Vermögen: etwa 23.000 Euro

50 Euro monatlich über 30 Jahre: Eingezahlt: 18.000 Euro

Vermögen: etwa 50.000 Euro

Der Unterschied entsteht durch den sogenannten Zinseszinseffekt: Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften ihrerseits neue Erträge.

*ACHTUNG: Diese Vorschläge ersetzen keine persönliche Beratung. Diese dürfen von Rechts wegen nur von qualifizierten Experten etwa von der Bank Ihres Vertrauens durchgeführt werden.

 

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