#Wasser sparen #Wasserverbrauch senken #Wasser und Umwelt schonen
Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen. Obwohl in Deutschland ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, steigen die Kosten für Wasser und Abwasser vielerorts kontinuierlich an. Gleichzeitig belasten unnötiger Wasserverbrauch und die Aufbereitung von Trinkwasser die Umwelt. Wer bewusst mit Wasser umgeht, kann nicht nur die Natur schützen, sondern auch seine Haushaltskosten deutlich senken. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich pro Jahr oft mehrere hundert Euro sparen.
Sparquelle Badezimmer
Der größte Wasserverbrauch im Haushalt entsteht im Badezimmer. Eine herkömmliche Dusche verbraucht je nach Duschkopf etwa 12 bis 18 Liter Wasser pro Minute. Wer einen modernen Sparduschkopf verwendet, reduziert den Verbrauch auf etwa 6 bis 8 Liter pro Minute. Bei einer zehnminütigen Dusche können dadurch rund 80 Liter Wasser eingespart werden. Eine vierköpfige Familie spart so jährlich bis zu 150 Euro bei Wasser- und Energiekosten.
Tipp:
Noch mehr Ressource und Geld lässt sich durch die Einschränkung der Duschzeit einsparen.. Wird die tägliche Dusche von zehn auf fünf Minuten verkürzt, halbiert sich der Wasserverbrauch nahezu. Bei einer Familie können dadurch zusätzlich 100 bis 200 Euro pro Jahr gespart werden.
Auch beim Händewaschen und Zähneputzen läuft oft unnötig Wasser aus dem Hahn. Wer den Wasserhahn während des Einseifens oder Zähneputzens schließt, spart pro Person mehrere Tausend Liter Wasser im Jahr. Das entspricht einer dreistelligen Eurosumme jährlich.
Toilettenspülungen gehören ebenfalls zu den größten Wasserverbrauchern. Ältere Spülkästen benötigen bis zu zwölf Liter pro Spülung. Moderne Spartasten reduzieren die Menge auf drei bis sechs Liter. Durch den Austausch alter Spülkästen oder den Einbau eines Sparmechanismus lassen sich pro Jahr etwa 20 bis 50 Euro einsparen.
Sparquelle Küche
Zu den am meisten frequentierten Räumen in Haus oder Wohnung gehört die Küche. Hier findet man ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten zu Wassersparen. Geschirr sollte möglichst nicht unter fließendem Wasser gespült werden. Moderne Geschirrspüler verbrauchen oft nur 8 bis 10 Liter Wasser pro Spülgang und sind deutlich effizienter als Handspülen. Wird die Maschine nur vollständig gefüllt betrieben, können jährlich 30 bis 80 Euro eingespart werden.
Auch Waschmaschinen sollten möglichst voll beladen werden. Moderne Geräte benötigen häufig weniger als 50 Liter Wasser pro Waschgang. Wer unnötige Waschgänge vermeidet und Energiesparprogramme nutzt, spart zusätzlich Wasser, Strom und Geld. Hier sind Einsparungen von 20 bis 60 Euro pro Jahr realistisch.
Sparquelle Wasserhahn
Ein oft unterschätzter Kostenfaktor sind tropfende Wasserhähne und undichte Toiletten. Ein Wasserhahn, der jede Sekunde einen Tropfen verliert, verschwendet über 5.000 Liter Wasser pro Jahr. Das kann Kosten von 20 bis 30 Euro verursachen. Undichte Toilettenspülungen verschwenden sogar deutlich mehr Wasser und sollten sofort repariert werden.
Sparquelle Regenwasser
Regenwasser bietet ein enormes Sparpotenzial. Mit einer Regentonne oder einer größeren Zisterne kann kostenloses Wasser für Garten, Reinigung und teilweise sogar für die Toilettenspülung genutzt werden. Eine Regentonne mit 300 Litern Fassungsvermögen kann im Sommer mehrfach pro Woche gefüllt werden und mehrere Tausend Liter Trinkwasser ersetzen. Für die Gartenbewässerung ist das ausgesprochen günstig. Denn dort wird besonders viel Wasser verbraucht. Viele Pflanzen benötigen weniger Wasser als häufig angenommen.
Tipp:
Statt täglich kleine Mengen zu gießen, sollte seltener, dafür gründlich gegossen werden. Dadurch wachsen die Wurzeln tiefer und die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit.
Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist früh morgens oder spät abends. In der Mittagshitze verdunstet ein erheblicher Teil des Wassers, bevor es die Wurzeln erreicht. Durch das richtige Timing lassen sich bis zu 30 Prozent Wasser einsparen. Mulch aus Rindenstücken, Rasenschnitt oder Laub schützt den Boden vor Austrocknung. Die Feuchtigkeit bleibt länger gespeichert, sodass seltener gegossen werden muss. Je nach Gartengröße können dadurch jährlich mehrere Kubikmeter Wasser eingespart werden.
Tipp:
Wer neue Pflanzen anschafft, sollte auf trockenheitsverträgliche Arten setzen. Lavendel, Salbei, Thymian oder viele heimische Stauden kommen mit deutlich weniger Wasser aus als exotische Pflanzenarten. Dadurch sinken Bewässerungsaufwand und Kosten langfristig.
Sparquelle Bewässerungsanlagen
Automatische Bewässerungssysteme mit Feuchtigkeitssensoren verhindern Überbewässerung. Sie geben nur dann Wasser ab, wenn der Boden tatsächlich trocken ist. Das spart je nach Gartengröße bis zu 50 Prozent Wasser gegenüber einer herkömmlichen Bewässerung. Auch der Rasenschnitt bietet Einsparpotenzial. Ein leicht höher eingestellter Rasenmäher sorgt dafür, dass die Grashalme den Boden besser beschatten und die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt. Dadurch reduziert sich der Wasserbedarf spürbar.
Wasser sparen - so viel Geld kann eingespart werden
Zusammenfassend können Haushalte durch konsequentes Wassersparen erhebliche Beträge einsparen. Eine einzelne Person spart häufig und ganz leicht eine Summe zwischen 100 und 200 Euro pro Jahr, die sich auch leicht verdoppeln kann. Eine vierköpfige Familie kann durch die Kombination verschiedener Maßnahmen jährlich bequem 700 Euro einsparen. Werden zusätzlich Regenwasseranlagen genutzt und energieeffiziente Geräte eingesetzt, sind sogar Einsparungen von deutlich über 1.000 Euro pro Jahr möglich. Gleichzeitig wird die Umwelt geschont, der Energieverbrauch reduziert und die wertvolle Ressource Wasser nachhaltig genutzt. Wassersparen ist daher eine einfache und wirksame Möglichkeit, Kosten zu senken und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
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