#Änderungen #Neuerungen
Der April bringt für viele Haushalte und Verbraucher spürbare Veränderungen mit sich. Einige Kosten steigen, gleichzeitig zeichnet sich bei der Gesetzgebung rund um Heizungen ein möglicher Kurswechsel ab. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen, die ab April 2026 relevant werden.
Erwarteter Entwurf für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz
Im Laufe des Aprils plant die Bundesregierung, einen ersten Entwurf für das sogenannte Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) vorzulegen. Dieses Gesetz soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablösen und die energetischen Vorgaben für Gebäude neu strukturieren.
Ein wesentlicher Punkt: Die bisherige Verpflichtung, beim Austausch einer Heizung mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien einzusetzen, soll wegfallen. Statt einer festen Quote setzt der neue Entwurf stärker auf technologieoffene Lösungen. Künftig könnten also auch Heizsysteme infrage kommen, die mit klimaneutralen Brennstoffen wie Biogas oder Bioöl betrieben werden.
Bis das neue Gesetz tatsächlich in Kraft tritt, gelten weiterhin die bestehenden Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes. Der Start des GMG ist nach aktuellem Stand für den Sommer 2026 vorgesehen.
Höhere Tariflöhne im Baugewerbe
Zum 1. April 2026 steigen die Tariflöhne im Bauhauptgewerbe. Beschäftigte in Westdeutschland erhalten eine Erhöhung um 3,9 Prozent. Gleichzeitig wird die Angleichung der Löhne zwischen Ost und West abgeschlossen.
Die neuen Mindestvergütungen lauten:
| Lohngruppe | Stundenlohn ab April 2026 |
|---|---|
| Werker (Gruppe 1) | 15,86 Euro |
| Fachwerker (Gruppe 2) | 17,34 Euro |
Da Bauprojekte stark arbeitsintensiv sind, können diese Lohnanpassungen auch Auswirkungen auf Bau- und Handwerkerpreise haben. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die Sanierungen planen, könnten die Kosten daher leicht steigen.
Wie sich die Baukosten weiterhin entwickeln, lesen Sie hier.
Neue technische Vorgaben für E-Scooter und ähnliche Fahrzeuge
Für Elektro Kleinfahrzeuge wie E-Scooter oder Segways treten ab April 2026 neue Sicherheitsanforderungen in Kraft. Ziel ist eine bessere Verkehrssicherheit.
Unter anderem gilt künftig:
- Mehrspurige Fahrzeuge müssen zwei unabhängige Bremsen besitzen – jeweils eine für Vorder- und Hinterrad.
- Eine gut hörbare Klingel ist verpflichtend.
- Auch bei Batterien und Kennzeichnungen gibt es kleinere Anpassungen.
Das Mindestalter bleibt unverändert bei 14 Jahren.
Telekom: Preissteigerungen bei älteren Internetverträgen
Kundinnen und Kunden mit älteren Festnetz- und Internettarifen der Deutschen Telekom müssen ab April mit höheren monatlichen Gebühren rechnen. Betroffen sind vor allem Verträge, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, darunter MagentaZuhause- und Call-&Surf-Tarife.
Die Preise steigen um etwa zwei Euro pro Monat. Beispiel: Der Tarif MagentaZuhause L (100 Mbit/s) kostet künftig rund 46,95 Euro statt bisher 44,95 Euro.
Die Telekom begründet die Anpassung damit, dass ältere Tarife an das aktuelle Preisniveau herangeführt werden.
Private Krankenversicherung: Beitragserhöhungen bei der DKV
Versicherte der DKV müssen sich ebenfalls auf steigende Beiträge einstellen. Die Höhe der Anpassung hängt vom jeweiligen Tarif und vom Alter der Versicherten ab.
- Viele Unisex-Tarife steigen um etwa 7 bis 10 Prozent.
- Bei älteren Tarifen können die Erhöhungen deutlich stärker ausfallen – teilweise über 30 Prozent.
Solche Anpassungen sind in der privaten Krankenversicherung üblich, wenn sich medizinische Kosten oder statistische Grundlagen verändern.
Preissteigerungen im regionalen Nahverkehr
In einigen Regionen erhöhen sich ab April 2026 die Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr. In Schleswig-Holstein steigen die Kosten durchschnittlich um 4 bis 5 Prozent.
Unabhängig davon wurde der Preis des Deutschlandtickets bereits zu Jahresbeginn auf 63 Euro pro Monat angehoben. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn bleiben die Preise hingegen weitgehend stabil.





